Die menschliche Schilddrüse – kleines Organ, große Auswirkungen

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Die menschliche Schilddrüse – kleines Organ, große Auswirkungen

12 Marz 2019
 Kategorien: Gesundheit & Medizin, Blog


Sie ist nur etwa 3x9 cm groß und sitzt am Hals unterhalb des Kehlkopfes – die Rede ist von der Schilddrüse. Wenn die Schilddrüse erkrankt, geht man zu einem Arzt, der auf die Schilddrüse spezialisiert ist, beispielsweise Prof. Dr. med. Sven Schinner. Obwohl ihrer geringen Größe ist das schmetterlingsförmige Organ von großer Bedeutung für den menschlichen Körper. Als so genannte Hormondrüse hat sie Einfluss auf unseren Energiestoffwechsel, auf unser Wachstum, sogar auf unser Herz-Kreislauf-System. 

Aufbau und Funktion der Schilddrüse   

Unsere Schilddrüse besteht aus dem rechten und linken Schilddrüsenlappen (Lobus dexter und Lobus sinister), welche durch den Isthmus miteinander verbunden sind. Durch Bindegewebe haftet die Schilddrüse jeweils seitlich der Luftröhre auf. Größe und Gewicht ist variabel – bei Frauen weist die gesunde Schilddrüse ein Volumen von etwa 18 ml auf, bei Männern 25 ml, wobei bei Frauen zusätzlich noch geringe zyklusabhängige Volumenveränderungen möglich sind.  Die Hauptaufgabe der Schilddrüse ist die Speicherung des Halogens Jod, welches zur Herstellung der Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) benötigt wird, außerdem für das für den Knochenaufbau wichtige Hormon Calcitonin.  Rückseitig der Schilddrüse befinden sich insgesamt vier Nebenschilddrüsen. Diese sind für die Produktion des Hormons Parathormon essentiell – dieses Hormon reguliert den Kalziumspiegel des Blutes.  Gesteuert wird die Schilddrüse durch das Hormon TSH, welches in der Hirnanhangdrüse produziert und durch den Blutkreislauf in die Schilddrüse gelangt, wo die Ausschüttung von T3 und T4 beeinflusst wird. Diese beiden Hormone hemmen im Gegenzug die weitere TSH-Ausschüttung, sodass dadurch ein stabiler Stoffwechsel gewährleistet ist.   

Häufige Erkrankungen der Schilddrüse   

Durch den großen hormonellen Einfluss auf unseren Körper ist die Schilddrüse Ausgangspunkt für zahlreiche Erkrankungen.  Die häufigste und bekannteste Schilddrüsenerkrankung ist die umgangssprachlich „Kropf" genannte krankhafte Vergrößerung der Schilddrüse, welche in Fachkreisen auch „Struma" genannt wird. Durch Platzmangel dehnt sich diese nach unten aus; bedingt durch ihre anatomische Lage kann es zu einer Einengung der Luftröhre und folglich zu Atembeschwerden kommen. In über 90 % der Fälle liegt einer Struma ein über längere Zeit anhaltender, meist ernährungsbedingter Jodmangel zugrunde. Die Behandlung erfolgt primär in Form einer Jodsubstitution, bei bereits vorliegender Beeinträchtigung der Atmung wird der Arzt dem Patienten zu einer operativen Resektion raten.  Bei Vorliegen einer Struma ist das Risiko einer Knotenbildung besonders groß. Die Knoten werden in „heiße" und „kalte" Knoten eingeteilt.  Heiße Knoten sind Bereiche der Schilddrüse, welche nicht mehr durch TSH gesteuert werden. Sie nehmen verstärkt Jod auf und schütten unkontrolliert Hormone aus. Sie sind zumeist gutartig, stellen mit 50 % aber die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion dar. Eine Schilddrüsenüberfunktion ist langsam-progressiv und durch einen absinkenden TSH-Wert laborchemisch diagnostizierbar. Sofern noch eine normale Stoffwechsellage vorliegt und der Patient subjektiv beschwerdefrei ist, muss nicht zwingend eine medizinische Behandlung erfolgen, regelmäßige Laborkontrollen im Intervall sind aber empfehlenswert. Bei Beschwerden kann einerseits eine medikamentöse Therapie erfolgen, andererseits kann auch eine Radiojodtherapie Abhilfe schaffen.  Kalte Knoten sind Gewebeteile der Schilddrüse, welche kein Jod aufnehmen und keine Hormone produzieren. Bei etwa 5% der kalten Knoten kommt es zu malignen Gewebsveränderungen – dem Schilddrüsenkarzinom.